Am Freitag haben die ersten 20 Mannschaftstransportwagen für das THW unser Werk in Ilmenau verlassen. Über 700 weitere folgen in den nächsten Monaten.

Basis ist ein Ford Transit 350 L2 mit Doppelkabine, 2.0 EcoBlue mit 121 kW. Dahinter eine Pritsche mit 2.385 auf 2.138 Millimetern Ladefläche, darüber Plane über Spriegel.

Bei 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bleiben 965 Kilogramm Nutzlast. Die Vorderachse ist auf 2.000 Kilogramm verstärkt, hinten sind 2.150 Kilogramm zulässig. Gebremst zieht das Fahrzeug 2.800 Kilogramm, das Zuggesamtgewicht liegt bei 6 Tonnen.

Interessanter als das Datenblatt ist, was auf den Bildern nicht zu sehen ist.

Auf dem Dach sitzt eine Kombinationsantenne für Viermeterband, TETRA und GPS. Analogfunk, Digitalfunk und Ortung über ein Gehäuse. Ein Durchbruch im Dach statt drei, entsprechend weniger Dichtungsstellen. Im Fahrzeug ist ein Fahrzeugfunkgerät für den Digitalfunk BOS verbaut, dazu zwei getrennt regelbare Lautsprecher.

Versorgt wird die Technik von zwei AGM-Batterien mit Batteriewächter. Ein MTW steht an der Einsatzstelle regelmäßig stundenlang mit laufendem Funk und eingeschalteter Sondersignalanlage, während der Motor aus ist. Der Batteriewächter trennt die Verbraucher, bevor die Startfähigkeit weg ist. Ein Fahrzeug, das nach dem Einsatz nicht mehr anspringt, kann sich kein Ortsverband leisten.

Die dritte Kennleuchte sitzt am Pritschenaufbau, weil der Aufbau die Hauptkennleuchten verdeckt. Für ein Fahrzeug, das an der Einsatzstelle quer zur Fahrbahn steht, ist die Absicherung nach hinten die wichtigere Funktion.

Danke an das Team in Ilmenau und an die Kolleginnen und Kollegen beim THW für die Zusammenarbeit in Erprobung und Abnahme.