Die INTERSCHUTZ findet alle fünf Jahre statt. Für die Branche ist das kein Messekalender-Termin — es ist der Termin. Wer dort steht, zeigt, woran er die letzten Jahre gearbeitet hat.
BINZ Automotive ist vom 1. bis 6. Juni in Hannover dabei. Freigelände Stand L52. Neun Fahrzeuge aus Rettung, Feuerwehr, Wasserrettung und Defense — und ein paar Gespräche, auf die wir uns freuen.
RTW RESCUBE V25 — Neuruppin
Ein RTW muss gesehen werden — bevor er ankommt. Die Sondersignalanlage des RESCUBE V25 arbeitet mit konfigurierbarer Drehspiegelfunktion und LED-Technologie für klare 360°-Sichtbarkeit. Die akustische Signaltechnik ist situationsabhängig steuerbar, alle Fahrzeugfunktionen laufen über eine zentrale Einheit.
Der Aufbau ist als Wechselkoffer konzipiert: Bei Fahrzeugwechsel bleibt die gesamte Konfiguration erhalten. Drei Grundvarianten, individuell abgestimmte Fächeranordnung, permanentes Bordmanagementsystem.
ELW2 Sachsen — gemeinsam mit der Telekom
600 Ah LiFePO-Kapazität, dreiphasiges USV-System. Das Fahrzeug arbeitet mindestens 12h autark, auch wenn Generator oder externe Stromversorgung ausfallen. In Wohngebieten im Silent Mode — kein laufender Generator, volle Einsatzfähigkeit.
Drohnen- und Helikoptersignale werden direkt ins Fahrzeug integriert. Starlink sichert die Internetverbindung als Rückfallebene. Am Stand dabei: die Telekom mit T-Mission. Stabile BOS-Netzverbindung auch bei Engpässen, MCx-Dienste für Sprache und Video per Knopfdruck, digitale Einsatzkoordination per App. Wer das live sehen möchte — Freigelände Stand L52.
ELW Bundeswehr
Ein Einsatzleitwagen für die Feuerwehr der Bundeswehr — zum Einsatz auf Truppenübungsplätzen und Fliegerhorsten. Die Anforderungen dort sind andere als im zivilen Feuerwehrdienst, und das Fahrzeug ist entsprechend getestet und zertifiziert.
Die Klimakammer-Erprobung deckt minus 20 bis plus 40 Grad ab — die Realität eines Einsatzbetriebs auf Liegenschaften quer durch Deutschland. Die Systeme entsprechen dem BSI-Grundschutz und sind durch die DEUmilSAA akkreditiert. Die 12-Volt-Zentralelektrik steuert alle Fahrzeugfunktionen automatisch und reduziert Bedienfehler unter Einsatzbedingungen.
Gebaut in Anlehnung an die DIN SPEC 14507-2 auf Basis Mercedes-Benz Sprinter 417 CDI 4×4, 125 kW und somit als Geländegängig eingestuft.
Das Fahrzeug ist Teil eines größeren Auftrags, den BINZ für die Bundeswehr umsetzen durfte.
GW Strömungsretter „Wave“
Wasserrettungsfahrzeuge kommen nass zurück. Jedes Mal. Der Wave ist dafür konstruiert — nicht im Nachhinein geschützt, sondern von Anfang an so ausgelegt. Wannenförmiger Spritzfußboden mit Ablassrohr, imprägnierte Interieurkomponenten, Offroad-Unterbodenschutz. Das sind keine Extras, sondern die Grundfrage: Was muss dieses Fahrzeug aushalten?
KTW Wuppertal
Rückenbelastung beim Einladen ist eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsausfälle im Rettungsdienst. Das CPS-System von Stollenwerk adressiert das elektrohydraulisch: Hebeunterstützung bis 320 kg, automatisches Absenken der Beladeeinheit beim Be- und Entladen, adaptive Patientenfederung die sich auf das Patientengewicht einstellt. Für CPR-Maßnahmen lässt sich die Lagerung auf idealer Arbeitshöhe blockieren, für die Versorgung steht eine beidseitige Querverschiebung zur Verfügung.
Das Stauraumkonzept ist individuell auf den Rettungsdienstbereich Wuppertal abgestimmt. Klappbarer Betreuersitz, übersichtliches Cockpit.
Ein KTW macht keine Ausnahmeeinsätze. Er macht Alltagseinsätze — jeden Tag. Das ist der Maßstab.
NEF Schleswig-Holstein
Variables Innenraumkonzept, entwickelt mit erfahrenen Einsatzkräften. Modernes Energie- und Bordmanagementsystem. Was das im Detail bedeutet, zeigt sich am Fahrzeug — nicht im Datenblatt.
OrgL Schleswig-Holstein
Der Beifahrersitz dreht sich. Damit entstehen bis zu drei vollwertige Führungsarbeitsplätze, gleichzeitig nutzbar. Digitale Lagedarstellung, vernetzte Stabskommunikation, autarker Betrieb ohne externe Stromversorgung. Gebaut für Lagen, in denen Führung nicht warten kann.
Konzeptfahrzeug ELW / NEF — VW New Transporter, mit Hänsch
Was wäre, wenn ein NEF oder ELW1 auf dem neuen VW Transporter basieren würde? BINZ zeigt eine Konzeptstudie — kein Serienfahrzeug, sondern eine Antwort auf die Frage, was die neue Plattform im Sonderfahrzeugbau ermöglichen könnte.
Zwei entnehmbare Einzelsitze, flexibler Heckbereich, TPO-Boden mit hohem Rutschwiderstand. Das Technikfach hinter der Schiebetür auf der Fahrerseite ist fremdzugriffsgeschützt und mit einem Griff zugänglich. Die Sondersignalanlage wird über das originale VW Infotainmentsystem per Touch bedient — keine zusätzliche Bedieneinheit im Cockpit.
Gemeinsam mit Hänsch wird am Stand eine Weltneuheit im Bereich Signaltechnik präsentiert.
Eine Konzeptstudie ist eine Einladung zum Gespräch. Wir freuen uns auf den Austausch.
Luxemburg Maintenance — Luxemburgische Armee
Zwei Rollen auf einer Plattform: Krankenkraftwagen und Werkstattwagen — als zwei Aufbauvarianten desselben G-Wagon. In der Sanitätskonfiguration wird der primäre liegende Patient auf der Talon 90C Trage transportiert, aufgenommen über das Revel-S Tragenaufnahmesystem der Firma STEM nach STANAG 2040. Die Backup-Tragenaufnahme für den zweiten liegenden Patienten ist über adaptive Schwenkarme realisiert, die am modularen Ferno InTrexx Lochrastschienensystem auf der rechten Fahrzeugseite montiert sind — dasselbe System, das gleichzeitig die flexible, anforderungsgerechte Positionierung medizinischer Geräte ermöglicht. Videoüberwachung des Patientenraums und IP-Sprachdurchsage sind fest integriert.
24V-Bordnetz, Blackout-Modus im Tarnlichtkreis, F9-Tarnlack mit IR-Pigmentierung, integrierte Seilwinde mit 4,5 Tonnen Zugkraft.
Militärische Anforderungen und ziviler Rettungsdienst sind verschiedene Welten. Wir bauen für beide.
Sechs Tage, neun Fahrzeuge, ein Stand. Wer konkrete Fragen zur Beschaffung mitbringt oder einfach schauen möchte — wir sind vor Ort und freuen uns auf euch.
INTERSCHUTZ 2026 · 1.–6. Juni · Hannover · Freigelände Stand L52